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Einspritzung
Verfasst: Sa 18. Jul 2026, 12:02
von Straßenschrauber
Seit einiger Zeit denk ich über eine Einspritzung nach.
Dazu könnte ich einen verbrauchten Vergaser zum Drosselklappenkörper umarbeiten.
Oder Drosselklappenkörper von anderen Maschnen anpassen, da wären Drosselklappensensor und Einspritzdüsen (Gewinde) schon dabei.
Drosselklappenkörper von älteren Ducatis könnten passen. Außerdem gibt's die Steuerboxen dazu günstig, Software dafür ist frei verfügbar.
Die Ducati-Drosselkörper haben um die 45 mm Innendurchmesser.
Viel zu viel. Oder?
Re: Einspritzung
Verfasst: Di 4. Aug 2026, 10:56
von nanno
Ich würde einfach nach einer kompletten Drosselklappen-Einheit von einem modernen Einspritz-Single schaun und dann mit Speeduino oder MegaSquirt weiter arbeiten. Den Zündungspickup müsste man als KW-Positionssensor verwenden können und am Nockenwellendeckel ist definitiv Platz für einen Nockenwellensensor.
Ich würds mir trotzdem nicht antun an deiner Stelle, wenn es dir nicht darum geht ein Projekt für "Jugend forscht" zu machen.
LG
Greg
Re: Einspritzung
Verfasst: Di 4. Aug 2026, 11:09
von Straßenschrauber
Wenn, würde Ich die einfachste ignijet nehmen.
Oder eine Magneti Marelli von einer älteren Ducati oder Guzzi. Dafür gibt es Adapter und Software.
Die ist zweikanalig, damit könnte man den YDIS Registervergaser nachbauen
Aber inzwischen hab ich den Vergaser im Griff.
Die hartnäckigsten Probleme waren ein undichter Nicht-Schwimmer und der der unbemerkt
gelegentlich rausrutschende Choke.
Aus- und Einbau schaffe ich nach langer Übung jetzt jeweils in einer halben Stunde (alle Schrauben aus den Ansaugstutzen raus, Ansaugstutzen bleiben am Vergaser, drehen um den unteren linken Befestigungspunkt.).
Und inzwischen kann ich auch bei eingebautem Vergaser Düsen wechseln und den Schwimmerstand einstellen.
Irgendwann kommt ein Anschluß für eine Lambda-Sonde an den Krümmer.
Wahrscheinlich auf Höhe Vergaser, nach innen.
Dann muß allerdings eine beheizte Sonde her, für eine einfache Sprungsonde ist das wohl zu weit weg vom Auslaß.
Re: Einspritzung
Verfasst: Di 4. Aug 2026, 11:20
von Cyrus
Hat die MZ Skorpion nicht den gleichen Motor wie die Yamaha MT-03? Wobei die Yamaha eine Einspritzung hat.
Da könnte man ansetzen, ist halt der XT660-Motor.
Aber da hängt ja einiges mehr dran. Tank mit Rücklauf und Rücklaufventil, Benzinpumpe ...
Re: Einspritzung
Verfasst: Di 4. Aug 2026, 11:23
von Vicinity
Straßenschrauber hat geschrieben: ↑Di 4. Aug 2026, 11:09
Aus- und Einbau schaffe ich nach langer Übung jetzt jeweils in einer halben Stunde (alle Schrauben aus den Ansaugstutzen raus, Ansaugstutzen bleiben am Vergaser, drehen um den unteren linken Befestigungspunkt.).
Und inzwischen kann ich auch bei eingebautem Vergaser Düsen wechseln und den Schwimmerstand einstellen.
Das ist für mich eine echte Schreckensarbeit, und ich bin für jede Erleichterung dankbar.
Wie kommst du an die hinteren Schrauben der Ansaugstutzen – vor allem auch beim Wiedereinbau? Es ist alles so verbaut, wenn der Vergaser eingebaut ist.
Hättest du vielleicht so eine Art Schritt-für-Schritt-Anleitung?
Re: Einspritzung
Verfasst: Di 4. Aug 2026, 11:44
von Straßenschrauber
Ein gekürzter Inbus hilft sehr. Also so, daß der gewinkelte Teil gerade so eben in die Schraube paßt.
Obere Luftfilterkastenschrauben lösen hilft auch (43f).
Die Schlauchschellen der hinteren Ansaugstutzen haben bei mir Inbusschrauben, da komm ich dann gut ran.
Einbau umgekehrt wie Ausbau (mit montierten Ansaugstutzen nach links gedreht einsetzen, Drehpunkt ist der untere linke Befestigungspunkt).
Ich habe den Vergaser allerdings SEHR oft aus- und eingebaut.
Anfangs hab ich dafür jeweils Stunden gebraucht ...
Wenn der einmal raus ist, würd ich den wirklich gründlich überholen, Anleitung dafür gibt es hier im FAQ und beim Vergaser-Special in der XT-Werkstatt auf xt600.de.
Jedenfalls hat mich diese Strafarbeit auf die Idee mit der Einspritzung gebracht.
In der Hoffnung, daß die dann mit weniger Problemen funktioniert.
Aber bis man dort ist ...
Re: Einspritzung
Verfasst: Di 4. Aug 2026, 12:07
von Vicinity
Vielen Dank für die kleine Anleitung zum Aus- und Einbau.
Den Tipp mit den gekürzten Inbusschlüsseln und den Inbusschrauben an den Schellen werde ich dankend umsetzen.
Ich bin gerade dabei, den Vergaser komplett zu überholen, und möchte mir dadurch künftig möglichst viel Ein- und Ausbauarbeit ersparen.
Eine Einspritzung wäre natürlich perfekt!
Re: Einspritzung
Verfasst: Di 4. Aug 2026, 12:55
von nanno
Straßenschrauber hat geschrieben: ↑Di 4. Aug 2026, 11:09
Irgendwann kommt ein Anschluß für eine Lambda-Sonde an den Krümmer.
Wahrscheinlich auf Höhe Vergaser, nach innen.
Dann muß allerdings eine beheizte Sonde her, für eine einfache Sprungsonde ist das wohl zu weit weg vom Auslaß.
Du denkst so wie bei mir:
Es könnte übrigens sein, dass ich sogar noch einen Krümmer mit Lambda-Sonden-Anschluss rumliegen hab... Schreib mir doch gegen Ende der Woche "drüben" eine PN, hier in dem Forum krieg ich immer keine Benachrichtigung, dann schau ich dir nach.
LG
Greg
P.S.: Blog-Post dazu über TT-Krümmer und Lambda-Sonden-Anschlüsse -
https://greasygreg.blogspot.com/2023/10 ... tails.html
Re: Einspritzung
Verfasst: Di 4. Aug 2026, 12:57
von Straßenschrauber
Fast. Ich würde den Anschluß aber nicht nach oben, sondern nach innen, Richtung Vergaser haben wollen. Für's Auge ...
Re: Einspritzung
Verfasst: Mi 5. Aug 2026, 12:08
von XTsucher
Vicinity hat geschrieben: ↑Di 4. Aug 2026, 11:23
Wie kommst du an die hinteren Schrauben der Ansaugstutzen – vor allem auch beim Wiedereinbau? Es ist alles so verbaut, wenn der Vergaser eingebaut ist.
Auf Sechskant umstellen, dann hast du das Gefummel mit dem Inbus nicht mehr. Es gibt kleine Sechskant-Ringschlüssel mit feiner Ratsche - sehr praktisch.